Imke über ihr Hobby - Das Ballett

 

Wie bist Du zu Deinem Hobby gekommen?

Imke: Ich hatte schon immer viel Spaß an Bewegung. Ich habe geturnt, ich hatte ein Surfbrett – aber richtig begeistert hat mich das Ballett; und zwar von der ersten Unterrichtsstunde an.

 

Wie lange tanzt Du schon?

Imke: Ballett mache ich seit meinem fünfzehnten Lebensjahr ununterbrochen und leidenschaftlich gern. Hätte ich früher begonnen, hätte ich möglicherweise die Laufbahn einer klassischen Tänzerin eingeschlagen.

 

Wie wichtig ist Dir Dein Hobby?

Imke: Außerordentlich wichtig. Mir fehlt etwas, wenn ich nicht dazu komme. Es gibt mir außerordentlich viel Kraft. Besonders wenn ich „gestresst“ bin, ist es umso wichtiger, dass ich mir Zeit – den Zeitraum – dafür nehme. Es ist wie eine „Dusche“, zum Abschalten unverzichtbar. Es erfordert absolute Konzentration, man ist ganz bei der Sache, ein unmittelbares Erleben in und von Zeit und Raum. Herrlich. Man ist ganz bei dem, was man tut. Schön ist das.

 

Hast Du neben „Unter uns“ noch genügend Zeit dafür?

Imke: Zu den Unterrichtsstunden in der Ballettschule schaffe ich es aufgrund des Drehplans mitunter wochenlang nicht. Aus diesem Grund habe ich sowohl zuhause als auch in meiner Garderobe eine Ballettstange. Dadurch bin ich unabhängig und kann zum Beispiel in einer längeren Drehpause oder am Wochenende zuhause trainieren.

 

Was fasziniert Dich am Ballett, warum gefällt es Dir?

Imke: Ballett ist in meinen Augen einfach schön. Anmutig, kraftvoll, virtuos. Ein gestrecktes Bein, ein Sprung, eine Pirouette... es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn es gelingt. Ähnlich faszinierend stelle ich es mir vor, wenn man es vermag, ein Musikinstrument zu beherrschen.

 

Schaust Du Dir Aufführungen an?

Imke: Nein, in den letzten Jahren gar nicht mehr. Aber es ist geplant. Im nächsten Jahr, Anfang 2010, will ich unbedingt nach Wuppertal, mir ein Stück von Pina Bausch ansehen.

 

Hast Du selbst Auftritte?

Imke: Nein, nicht mehr.

 

Dein Lieblingsstück?

Imke: Café Müller, Nelken oder Sacre du Printemps.

 

Gibt es Vorbilder für Dich?

Imke: Vorbilder hatte ich nie, nein.

 

Könntest Du Dir vorstellen mit Tanz Deinen Lebensunterhalt zu verdienen?

Imke: Tanz ist Luxus. Davon zu leben ist äußerst schwer. Man muss bereit sein, sein Leben komplett darauf einzustellen, darauf auszurichten. Es erfordert eine Form von Besessenheit und schließt von daher eine Menge anderer Erfahrungen aus. Ich habe meine Zeit an der Folkwang-Hochschule sehr genossen und bin tief dankbar dafür. Mit Tanz meinen Lebensunterhalt zu verdienen – das möchte ich nicht. Tanzen werde ich mein Leben lang.

 

© Anja im Juli 2009 für den "Unter uns"-Fanclub

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